AEV: Neustart der U17

Taktische Besprechung in der U17 des AEV (von links) Federico Osti, Trainer Miroslav Jenka und Benedek Radvanyi.

„Jenky“ setzt
auf das
Wir-Gefühl

Einer nach dem anderen kommt bei Miroslav Jenka vorbei und gibt im Curt-Frenzel-Stadion ein Blatt Papier ab. Mehr oder weniger künstlerisch wertvoll haben die Eishockeyspieler der U17 des AEV eine Spielfläche und mögliche Trainingsformen aufgemalt. „Jenky“ wie ihn seine Spieler nennen, greift zu und hat  für jeden Spieler ein nettes Wort. Der gebürtige Tscheche, der es in seiner Heimat bis in die zweite Liga geschafft hat, ist seit dieser Saison Nachwuchstrainer in Augsburg. Mit der U17 hat er eine Mannschaft übernommen, die in der vergangenen Saison viele Niederlagen hinnehmen musste. „Ich habe meinen Spielern klar gemacht, dass mich die Vergangenheit nicht interessiert“, sagt Jenka.

Neu aus Kaufbeuren: Lukas Häckelsmiller

Im Mai hat Jenka seinen Dienst angetreten und im Sommertraining viel Wert auf Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit gelegt. Es war anstrengend für die jungen Spieler, der Trainer war angetan von deren Einsatz. „14 waren immer im Training“, bemerkt er stolz. Inzwischen hat er sein komplettes Team mit einigen neuen Gesichtern zur  Verfügung. Torhüter Luca Mayer und Verteidiger Lukas Häckelsmiller kamen aus Kaufbeuern nach Augsburg, weil sie sich mit ihrem bisherigen Trainer nicht so recht verstanden. Häckelsmiller begann in Königsbrunn mit dem Eishockey und  wollte bereits vor einigen Jahren nach Augsburg wechseln. „Doch damals war man beim AEV nicht interessiert“, so der Bobinger.

Bei Michael Bakos, dem aktuellen  sportlichen Leiter beim AEV, war der Abwehrspieler ebenso sehr willkommen wie die anderen Neuen.  Der Ungar Benedek Radvanyi ist ein körperlich starker Angreifer, der Südtiroler Stürmer Federico Osti beeindruckt Miroslav Jenka mit seiner Schnelligkeit. Aber der Trainer will keinen seiner Spieler hervorheben. Er setzt darauf, dass das Team in  der U17 Division 2 über den Mannschaftsgedanken zum Erfolg kommt. „Wenn die Spieler in der Kabine einen Kreis bilden und sich mit ihren Schreien auf ein Spiel einstimmen, bekomme ich regelmäßig Gänsehaut,“ Das Wir-Gefühl soll den AEV zum Erfolg tragen.  Das Ritual von 50 Liegestützen und 100 Kniebeugen muss der Trainer gar nicht mehr einfordern, das regeln die Spieler in Eigenregie.

Die Punktrunde beginnt für den AEV mit zwei Gastspielen beim Mannheimer ERC. Andere Konkurrenten wie der EHC München oder der EC Peiting mussten in den Testspielen die Überlegenheit der Augsburger anerkennen. Diese streben einen Spitzenplatz an. Das ist wichtig, damit der AEV seinen Status als Fünf-Sterne-Verein in   der höchsten Förderstufe des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bewahren kann. Mit seinem Eishockeysystem orientiert sich Jenka an dem der U20 von Michael Bakos, damit seine Spieler problemlos aushelfen können, wenn in der DNL Not am Mann ist. Lukas Häckelsmiller durfte in der Vorbereitung bereits aufrücken.

 

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