Eishockey – Die neuen Panther: Christoph Ullmann

Im Interview: Neu-Panther Christoph Ullmann über Eishockey
Im Interview: Neu-Panther Christoph Ullmann

Augsburg verpflichtet
einen Topstürmer
der DEL

Christoph Ullmann hat emotionale Wochen hinter sich. Zunächst musste der 34-jährige Stürmer mit der Erkenntnis fertig werden, dass im Eishockey der Mannheimer Adler kein Platz mehr für ihn ist. Dann erlebte der 155-fache Nationalspieler mit der Erfahrung von 832 DEL-Partien einen gefühlsbetonten Abschied bei den Adlern.  „Das 1:5 im Halbfinale bei Red Bull München war nicht schön“, gibt der gebürtige Altöttinger zu, „aber die Kommentare der Fans und der Kollegen waren schon bewegend.“ Ullmann erzählt dies im Fitnessraum der Augsburger Panther im Curt-Frenzel-Stadion, das ab August sein neuer Arbeitsplatz sein wird. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, betont er nach vier Jahren bei den Kölner Haien und 12 Spielzeiten in Mannheim.

Dass Augsburg im Vergleich dazu finanziell eher eine kleine Organisation ist, hält Ullmann für nebensächlich. „Ich sehe die Panther nicht als kleinen DEL-Verein. Hier ist in den vergangenen Jahren viel Positives entstanden. Die Infrastruktur ist top und vergangenes Jahr hat Augsburg im Viertelfinale den Nürnbergern einen Wahnsinnsfight geliefert.“ Laut Ullmann waren die Augsburger erst spät in die Verhandlungen mit ihm eingestiegen. „Ich habe mich sehr gefreut über das große  Interesse in der Liga und hatte sehr gute Angebote.“

Kein Wunder, denn Ullmann ist seit Jahren  eine feste Größe in der DEL

  • 832 Spiele mit 216 Tore und 252 Vorlagen
  • 155 Länderspiele
  • zehn Weltmeisterschaften
  • zwei deutsche Meisterschaften

„Ich hatte in meiner Karriere viele schöne Momente, aber ich bin noch nicht fertig“, ist Ullmann weit davon entfernt sich so langsam aufs Altenteil vorzubereiten. „Ich bin nicht der Typ, der das Sommertraining schleifen lässt“, gab er sich vor dem ersten Fitnesstest unter der Anleitung von Panther-Konditionstrainer Sven Herzog hoch motiviert.

Eishockey: Auch der Sohn stimmte zu

Die Gespräche mit den Panthern wie Hauptgesellschafter Lothar Sigl und Cheftrainer Mike Stewart empfand er als sehr angenehm. Auch Spieler, die sich in Augsburg auskennen, fanden nur positive Worte über die Arbeitsbedingungen beim Vizemeister aus dem Jahr 2010. Das letzte Wort im Hause Ullmann hatte der achtjährige Sohn Lennox. Als dieser hörte, dass Vater Christoph bei den Panthern seine gewohnte Rückennummer 47 behalten darf, gab er sein Jawort. „Lennox kennt das Curt-Frenzel-Stadion bereits vom Bambini-Cup“, so Christoph Ullmann. Lebensmittelpunkt der Familie (Frau Nadine, Sohn Lennox und Tochter Lina) wird weiterhin Mannheim sein. „Am Wochenende werden sie nach Augsburg kommen“, erzählt Ullmann wie er sich die Zukunft vorstellt. „Ich bin Eishockeyprofi, aber auch Familienvater.“ Logistisch gesehen lässt sich das in Augsburg gut verbinden, glaubt der Neu-Panther.

Trainer Mike Stewart ist froh, den Mannheimer künftig in seinem Team zu haben. „Wir waren auf der Suche nach einem echten Führungsspieler. Mit Christoph Ullmann ist es uns gelungen, einen der besten deutschen Spieler des vergangenen Jahrzehnts nach Augsburg zu holen. Er ist ein Vorbild an Einsatz und Wille, von seiner immensen  Erfahrung kann jeder Spieler in unserem Team profitieren.“ Mit Ullmann, Matt Fraser, Henry Haase, John  Rogl und Markus Keller haben die Panther bisher fünf Profis neu verpflichtet.

 

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