Eishockey – Die neuen Panther: Markus Keller

Torhüter kehrt
in die
Heimat zurück

Ende März bekam Markus Keller einen Anruf von Lothar Sigl. Der Hauptgesellschafter der Augsburger Panther teilte dem Torhüter der Kassel Huskies mit, dass der AEV noch einen Schlussmann für sein DEL-Team sucht. „Daraufhin habe ich einige Nächte sehr schlecht geschlafen“, gibt Keller zu. Er selbst konnte es sich zwar sehr gut vorstellen zu seinem Heimatverein nach Augsburg zurückzukehren, aber er war auf das Wohlwollen seines Arbeitgebers im Eishockey angewiesen. „Ich hatte ja noch ein Jahr Vertrag bei den Huskies.“

Doch Kassel lenkte nach einigem Hin und Her  ein und erfüllte dem Torhüter seinen Herzenswunsch. Der 28-Jährige ist zurück in der höchsten Klasse und dabei stört es ihn nicht, dass er bei den Panthern nur als Nummer zwei hinter Olivier Roy eingeplant ist. Diese Situation kennt Keller, der bislang 58  DEL-Spiele für Berlin und Augsburg bestritt. Mangelnde Spielpraxis hatte ihn 2015 dazu bewogen, nach Kassel in die zweite Liga zu wechseln.

Der Schritt hat sich ausgezahlt. Im ersten Jahr war der gebürtige Augsburger für die Huskies im Dauereinsatz und trug maßgeblich zum Gewinn der Meisterschaft bei. Er wurde von Experten zum wertvollsten Spieler der Play-offs gewählt, die Fans verliehen ihm wegen des eindrucksvollen Abwehrverhaltens mit seinen langen Armen den Ehrentitel „Krake“. Keller fühlte sich bestätigt. „Ich habe große Verantwortung bekommen.“

Eishockey in Kassel

Der Schlussmann ist gereift in den drei Jahren Kassel.  Im Jahr nach dem Titelgewinn erreichte er mit den Huskies das Halbfinale, in dieser Saison war im Viertelfinale Schluss und Keller musste sich den Platz im Tor mit dem höchst talentierten Mirko Pantkowski (Förderlizenz Adler Mannheim) teilen. „Ich habe 32 Vorrundenspiele und vier Play-off-Partien bestritten“,  betont Keller und fühlt sich bereit für die DEL.  „Es ist ein guter Zeitpunkt für die Rückkehr“, findet er. Der Kontakt nach Augsburg ist ohnehin nie abgerissen. Im Sommer hat er sich regelmäßig mit Verteidiger Steffen Tölzer zum Fußball getroffen, oder mit den ehemaligen Kollegen Inlinehockey gespielt. Da kann er auch in den nächsten Wochen wiederholen. Mit seiner finnischen Freundin Satu hat er bereits eine Wohnung in der Nähe des Curt-Frenzel-Stadions bezogen.

Mit den Panthern will er in diesem Jahr die Play-offs erreichen und dabei den größtmöglichen Anteil haben. „Ich bin technisch besser und viel ruhiger“, verweist er auf seine positive Entwicklung in der DEL2 und gibt sich entspannt.  „Ich werde 29, und  setze mich nicht mehr so unter Druck, wenn ich am Anfang nicht spiele.“ Aber Markus Keller ist auch überzeugt den Panthern weiterhelfen zu können.

In Augsburg trifft er auch einen Kollegen, der mit ihm diese Saison in Kassel tätig war. Verteidiger John Rogl war in den vergangenen Jahren  bei den DEL-Spitzenteams in München und Mannheim unter Vertrag, kam aber überwiegend in der zweiten Liga zum Einsatz. „Das ist ein solider Stay-at-Home-Verteidiger und mit seinen 1,94 m ein richtiger Kühlschrank im Eishockey“, sagt Keller über den 21-Jährigen. „Den hätte auch ich verpflichtet, wenn ich was zu sagen hätte.“ Mit Henry Haase haben die Panther einen weiteren großgewachsenen Abwehrspieler verpflichtet.

 

 

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