Mit einer Pleite in die Pause

Herber Ausrutscher: Evan Trupp verlor mit den Augsburger Panthern mit 1:5 gegen den ERC  Ingolstadt.    Foto: Siegfried Kerpf

 

Augsburger Panther beim 1:5
gegen Ingolstadt am Anfang
total von der Rolle

Der Kampf um die Play-offs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wird für die Augsburger Panther und ihre Fans immer mehr zur Gefühlsachterbahn. Nach dem überraschenden 3:2 am Mittwoch bei der Spitzenmannschaft der Berliner Eisbären hatten Trainer Mike Stewart und sein Team neue Hoffnung geschöpft, das Feld der Top ten doch noch zu erreichen. Die Anhänger waren am Freitag  erwartungsvoll ins mit über 6100 Fans ausverkaufte Curt-Frenzel-Stadion gekommen, feiern konnten am Ende jedoch nur die Fans des ERCI Ingolstadt, der mit 5:1 (4:0, 0:0, 1:1) triumphierte. Das lag vor allem am katastrophalen Eröffnungsdrittel der Augsburger.

Trainer Stewart war restlos bedient. „Wir waren nicht bereit zu kämpfen, zu arbeiten und oder gescheit zu spielen“, ärgerte sich der Austrokanadier über die Fehlerorgie in der Anfangsphase, in der die Panther den Gästen das Toreschießen leicht machten. Bereits nach 32 Sekunden erzielte Mike Collins das 1:0 für den ERCI, zwei Powerplaytreffer später (Schütze zweimal Brett Olson) und nach einem erfolgreichen Schuss von Darin Olver führten die Oberbayern souverän mit 4:0.

Trainer Stewart versuchte mit einer Kabinenansprache („Es war relativ laut“) seiner Mannschaft neues Leben einzuhauchen.  Doch der erhoffte Anschlusstreffer im zweiten Abschnitt gelang nicht.  Die Angriffe der Panther, bei denen die Angreifer Michael Davies und David Stieler verletzungsbedingt fehlten, waren nicht durchschlagskräftig genug. „Einige Spieler kommen auf dem Zahnfleisch daher“, gab Mike Stewart zu. Das war vor allem Toptorjäger Trevor Parkes anzumerken, der durch seine Handverletzung offenbar stark gehandicapt ist. „Es ist schwierig zu entscheiden, welchen meiner ausländischen Spieler ich draußen lasse“, sagt der Trainer.

Wie schon in Berlin musste T.J. Trevelyan zuschauen, dessen Namen die Pantherfans riefen, als sich das Augsburger Team gegen Ingolstadt immer wieder in der Ingolstädter Abwehr verfing. Zu allem Unglück musste auch noch Verteidiger Arvids Rekis ins Krankenhaus, nachdem er heftig gegen eine Torstange geprallt war.

Seinem Abwehrkollegen Brady Lamb gelang in der 56. Minute doch noch ein Überzahltor, den letzten Treffer erzielte mit John Laliberte wieder ein Ingolstädter. Der ERCI kann sich nach dem 5:1 in der Tabelle wieder nach oben orientieren, die Panther haben „eine große Chance verpasst“, bedauerteTrainer Stewart. Bei fünf Punkten Rückstand auf den Zehnten Schwenningen müssen die Augsburger alle drei abschließenden Vorrundenspiele gewinnen um ihre kleine Play-off-Chance zu wahren.

Das Restprogramm:

7. Bremerhaven (72 Punkte) – Augsburg (auswärts), München (Heimspiel), Berlin (A)

8.  Iserlohn (71) – Köln (H), Schwenningen (H), München (A)

9.  Mannheim (70) – Schwenningen (A), Köln (H), Augsburg (A)

10. Schwenningen (68)  – Mannheim (H), Iserlohn (A), Wolfsburg (H)

11. Düsseldorf (65) – Nürnberg (A), Berlin (H), Krefeld (H)

12. Augsburg (63) – Bremerhaven (H), Wolfsburg (A), Mannheim (H)

Der DEL-Endspurt beginnt am 28. Februar.  Während der Olympiapause bekommen die Pantherprofis eine Woche frei. Sie sollen fernab der Eishalle  neue Kraft schöpfen. Einige fahren in Urlaub. Verteidiger Scott Valentine zieht es mit seiner Freundin nach Fuerteventura. Am 18. Februar proben die Augsburger gegen den Schweizer Erstligisten Fribourg den Ernstfall um anschließend die aktuell unmöglich erscheinenden Play-offs vielleicht doch noch möglich zu machen.

 

 

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