Schaulaufen der Kanustars

Erfolgreiche Schwaben-Kanuten von links Samuel Hegge, Alexander Grimm, Birgit Ohmayer, Sideris Tasiadis und Normen Weber. Foto: Marianne Stenglein

Kanu Schwaben
für 2018:
Pack mer’s

Alexander Grimm

Vereinsfeiern bei den Augsburger Kanu-Schwaben sind immer auch ein Schaulaufen der Stars. Abteilungsleiter Hans Koppold und PR-Fachmann Merlin Holzapfel konnten im Gasthof Schaller am Eiskanal wieder eine Vielzahl von erfolgreichen Kanuten ehren. Sideris Tasiadis war sogar zweimal in Aktion – zunächst im Video bei seinem Weltcupsieg in Italien und dann leibhaftig um die Prämie vomVorstand und die Glückwünsche der Mitglieder entgegen zu nehmen. „Es ist toll was die Abteilung jedes Jahr auf die Beine stellt“, lobt Hans-Peter Pleitner, der Chef des Gasamtvereins die Bilanz. Der Canadierfahrer Tasiadis war 2017 die Nummer eins im Gesamtweltcup und gewann EM-Gold mit der deutschen Mannschaft. Sogar zwei WM-Titel gab es in einer einzigen Familie: Samuel und Noah Hegge gehörten Weltmeisterteams (U23 und Junioren) an.

Als olympische Disziplin genießt der Slalom besondere Aufmerksamkeit, die Schwaben haben jedoch viele weitere Sportarten im Angebot. Alexander Grimm – Slalom-Olympiasieger 2008 in Peking – paddelte im vergangenen Jahr auf Rang drei bei der WM im Extrem-Wildwasser . „Im Slalom habe ich immerhin das WM-Finale erreicht“, war der Maschinenbau-Ingenieur recht zufrieden, da die Saison-Vorbereitung nach einer Nebenhöhlenoperation nicht optimal gewesen war.

Im neuen Jahr hält es der 31-Jährige mit der offiziellen Vereins-Parole „Pack mer’s 2018“. Grimm verzichtet auf den Australien-Lehrgang im Februar, verbringt stattdessen für sein MBA-Studium drei Wochen im englischen Plymouth. „Ich lasse die WM-Qualifikation im Slalom einfach auf mich zukommen“, gibt er sich vor den Ausscheidungsrennen in Markkleeberg und Augsburg gelassen. Die beider Rennen Ende April sind der erste Höhepunkt der Schwaben-Veranstaltungen auf dem Eiskanal.

Canadierfahrer Tasiadis, Olympia-Silbermedaillengewinner 2012 in London, hat seine ganz eigene Vorbereitung auf die neue Saison. Im Winter war er zwei Monate im Polizeidienst, demnächst fliegt er mit Freundin und Bundestrainer Sören Kaufmann in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Ganz andere Erfolge als ihre Vereinskollegen konnte die frühere Slalom-Europameisterin Melanie Pfeifer  im Jahr 2017 vorweisen. Sie heißt nach ihrer Heirat Dörfler und hatte das erste Ergebnis der Familienplanung bei der Vereinsfeier dabei. Söhnchen Leon (3,5 Monate) ertrug den Trubel souverän. Mutter Melanie steigt mittlerweile wieder einmal am Tag ins Boot. „Ich bin ja noch Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr.“ Ab März  beginnt für die Olympia-Teilnehmerin von 2016 die Elternzeit. Und sportlich? „Ich weiß noch nicht, ob ich an der WM-Qualifikation teilnehmen werde.“

Für Normen Weber, den Serien-Weltmeister im  Wildwasser-Rennsport, ist das Kapitel Leistungssport beendet.  Der angehende Berufssoldat in einem Artilleriebataillon hat genaue Vorstellungen von seiner Zukunft: Mitte April heiratet der  Canadierfahrer, im Sommer beginnt der Hausbau in Zweibrücken und ganz nebenbei will er als Betreuer die deutschen Rennsportkanuten unterstützen. Schwaben-Marketingchef Merlin Holzapfel und Grafikdesigner Oliver Bosch präsentierten die Plakate für die vier Großveranstaltungen in Augsburg. „Wir haben uns von den Olympiaplakaten 1972 inspirieren lassen“, so Bosch. Damals erlebte der moderne Slalom seine Geburtsstunde.

  • WM-Qualifikation (28./29. April),
  • Deutsche Meisterschaft Freestyle und Boatercross (26/27. Mai),
  • Slalom-Weltcup (6. bis 8. Juli),
  • Rafting Challenge (21. Juli).

 

 

 

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