Harte Landung nach der Siegesserie

Niederlage für die Panther: Thomas Holzmann ist enttäuscht. Foto: Siegfried Kerpf

Köln beendet
mit dem 3:1 den
Höhenflug der Panther

Die Partie hat alles was den Eishockey-Ernstfall so spektakulär machen kann. Im mit über 6000 Besuchern ausverkauften Augsburger Curt-Frenzel-Stadion, in dem die Pantherfans und rund 800 Anhänger der Kölner Haie für eine prickelnde Atmosphäre sorgten, nutzten die Profis die zurückhaltende Art der Unparteiischen zum Zweikampfverhalten im Grenzbereich. Es ging hart zur Sache, dennoch hielt sich die Zahl der Strafminuten in Grenzen. Möglicherweise wären die Strafbänke sogar zur vollkommen ungenutzten Zone geworden – wenn nicht zwei Boxeinlagen die Schiedsrichter zum Handeln gezwungen hätten.

Je 16 Minuten verhängten sie gegen beide Teams. Kein einziges Mal durften die Panther – sehr zum Missfallen der eigenen Zuschauer –  in Überzahl agieren und konnten damit ihre Stärke als Powerplay-Champion der Liga nicht unter Beweis stellen. Es war eine ausgeglichene Begegnung, in der die Mannschaft von Trainer Mike Stewart all zu gerne den Rückstand auf die Haie auf einen Punkt verkürzt hätte. Doch nach dem 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) haben die Rheinländer sogar sieben Zähler Vorsprung.

Die prominent besetzten Gäste, die ihren eigenen Ansprüchen erheblich hinterherhinken, zeigten sich mit ihrem schwedischen Klassekeeper Gustav Wesslau überwiegend defensivstark und effektiver im Abschluss. Als die Augsburger in der 19. Minute im Angriffsdrittel die Scheibe verloren, konnte der ehemalige Augsburger Justin Shugg im Alleingang zur Kölner Führung vollstrecken.

Der Ausgleich fiel Mitte des zweiten Abschnitts (31.) durch Trevor Parkes, der den Puck von der Seite dem Kölner Verteidiger Moritz Müller an den Rücken schlenzte. „Ein Lucky Goal. Danach hatten wir das Momentum, aber leider konnten wir unsere Chancen nicht nutzen“, bedauerte Trainer Stewart. Beide Mannschaften gingen mit höchster körperlicher Intensität zu Werke. Der Führungstreffer hätte den Panthern zusätzlichen Schub gegeben, doch das Tor gelang den Gästen. Corey Potter konnte ungehindert um das Panthergehäuse kurven und zum 1:2 einschieben (52.)  Die Haie hatten Auftrieb, und wehrten mit ihrer routinierten Abwehr die Augsburger Angriffsversuche ab. Als deren Torhüter Olivier Roy Platz für einen weiteren Feldspieler machte, sorgte wieder Shugg (60.) für die endgültige Entscheidung. „Das ist bitter. Ich kann den Spielern keinen Vorwurf machen, sie haben viel investiert“, stellte Mike Stewart fest.  Seinem Kollegen Peter Draisaitl war die Erleichterung über die drei Punkte nach den 60 Minuten anzumerken. „Wir haben ein aufregendes Eishockeyspiel gesehen.“

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