Hannes Aigner greift wieder an

Kajakfahrer Hannes Aigner
Hannes Aigner steckt mitten in der Vorbereitung auf die neue Kanuslalomsaison.

Slalomkanute will zurück

in die Nationalmannschaft

Das Wetter um diese Jahreszeit lädt nicht gerade zum Paddeln ein. Aber Hannes Aigner vom Augsburger Kajakverein weiß aus langjähriger Erfahrung, dass im Spätherbst die Grundlagen für die nächste Saison der Slalomkanuten gelegt werden. „Ich gebe richtig Gas“, betont der 28-Jährige, der sich bei den olympischen Sommerspielen 2012 (Bronzemedaille) und 2016 (Rang vier) den Ruf als Weltklasse-Kajakfahrer erarbeitet hat.

Aigner will sich im Frühjahr bei der nationalen Qualifikation wieder ein festen Platz in der deutschen Slalom-Nationalmannschaft sichern und gibt sich zuversichtlich, dass ihm dies nach der „durchwachsenen 2017-Saison“ (Aigner) gelingen wird. Der AKV-Paddler kann sich voll auf seine Wildwasserarbeit konzentrieren und bringt es auf rund 1200 Minuten Wasserarbeit  pro Woche.  Einschließlich Videoanalyse und Krafttraining bedeutet dies, dass Aigner genügend einschlägig beschäftigt ist.

Im Winter 2016 hatte der Augsburger Sportsoldat einen Feldwebel-Lehrgang zu bestehen und war auch noch im BWL-Studium gefordert gewesen. Die Konsequenzen dafür bekam er in den WM-Qualifikationsrennen. Aigner verpasste einen Platz unter den ersten drei im Kajak-Revier und musste sich mit einigen Starts im Slalom-Weltcup begnügen. Der fünfte Platz in der Weltrangliste ist unter diesen Umständen aller Ehren wert.

Zusätzliches Betätigungsfeld war für Aigner das Boatercross, jene spektakuläre Wildwasservariante mit dem gleichzeitigen Start von vier Kanuten, die vom Kanu-Weltverband ICF erstmals offiziell ins WM-Programm aufgenommen wurde. „Dabei hatte ich in Frankreich schon mehr als Rang fünf erwartet“, gibt der Kajakfahrer zu, der anschließend seine Boote erst einmal beiseite legte.

Mit Freundin Steffi ging es auf die Seychellen, jene Inselgruppe im Indischen Ozean mit den Traumstränden. „Das war mein erster Urlaub seit langer Zeit und eine interessante Erfahrung“, gibt Aigner zu, der außer den Stadtwerken Augsburg neuerdings zum Sportlerteam des Apfelproduzenten Kiku gehört.

Den nötigen Biss im Slalom hat der AKV-Kanute. Er kann sich sogar vorstellen, auch nach den olympischen Spielen 2020 in Tokio ins Boot zu steigen. „Wenn die Leistung sowie das soziale Umfeld passen und ich weiter Spaß am Paddeln habe, bin ich möglicherweise auch 2022 noch dabei.“ Denn Augsburg bewirbt sich als Ausrichter  für die Slalom-Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Die Titelkämpfe 50 Jahre nach den Olympiarennen auf dem Eiskanal könnten für Aigner der stimmungsvolle Abschluss einer glanzvollen Karriere sein

 

 

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