Der Meister kommt zum AEV

Von Bietigheim nach Augsburg: Lukas Traub (links) und Nicolas Hetzel

Torhüter Hetzel muss
gegen Mannheim zuschauen

Nicolas Hetzel wird das Gastspiel von Meister Jungadler Mannheim in Augsburg nur von der Tribüne miterleben. Der AEV-Torhüter zeigt auf seine rechte Hand: der Zeigefinger ist dick eingebunden. „Es ist diese Woche im Training passiert. Ich habe eine starke Prellung, der Fingernagel musste aufgebohrt werden. Gegen Mannheim falle ich auf alle Fälle aus“, erzählt der Elftklässler des Maria-Theresia-Gymnasiums, der vor dieser Saison vom SC Bietigheim (DNL 2) zum AEV kam.

Hetzel will das Eishockey zu seinem Beruf machen. „Mein Ziel ist die DEL.“ Dafür hat er früh seine Heimat Schweinfurt verlassen.  „Im Alter von 15 Jahren bin ich nach Bad Tölz“, erzählt der Schlussmann. Mit der Schülermannschaft der Oberbayern wurde er deutscher Meister. Als er anschließend in der DNL kaum zum Einsatz kam, entschloss er sich zum Wechsel nach Bietigheim – und erreichte wieder ein Finale. „Leider haben wir das gegen Füssen verloren.“ Hetzel durfte sich aber auch als Gewinner fühlen. „Ich bekam das Angebot des AEV bekommen und habe es sehr gerne angenommen.“

In Augsburg läuft es nicht nur für den Torhüter sehr gut. „Torwarttrainer Max Dürr bereitet uns sehr gut auf die Spiele vor und arbeitet sehr individuell mit jedem Torhüter“, sagt Hetzel. Stürmer Lukas Traub – ebenso wie der Torhüter aus Bietigheim nach Augsburg gekommen – ist positiv überrascht wie gut es für den AEV läuft. „Auf der Basis der Vorsaison war damit nicht zu rechnen“, glaubt er. Ein Grund dafür sei Trainer Michael Bakos, dem es gelinge hervorragende Leistungen aus den Spielern heraus zu kitzeln.

Der AEV hat sich für die Toprunde qualifiziert – auch dank der Offensivleistung von Traub, der mit Tim Bullnheimer ein erfolgreiches Gespann bildet. Manchmal stößt auch noch Marco Sternheimer aus dem Pantherkader dazu und verbessert die Angriffsqualität.

Für Traub hat sich der Wechsel gelohnt. „In Bietigheim hatte die Trainingsqualität nachgelassen“, begründet er seine Entscheidung für den AEV. Augsburg passt – auch weil die Stadt nicht so weit von der Heimat entfernt ist. Nach dem Abitur konzentriert sich Traub voll auf Eishockey, nicht nur als Spieler. „Ich helfe dem AEV beim Training mit den Kleinen.“

 

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