Drei AEV-Musterschüler

Drei AEV-Talente (von links): Tim Bullnheimer, Maximilian Welz und Nicolas Baur.

Vorbereitung
auf die Profikarriere

Nicolas Baur hat den Anfang gemacht und sein 100. DNL-Spiel für den AEV-Nachwuchs bereits hinter sich, an diesem Wochenende können  sich mit Tim Bullnheimer und Maximilian Welz zwei weitere 18-Jährige bei den Gastspielen in Düsseldorf über die runde Zahl freuen. DNL – das ist die Eliteliga für den Eishockeynachwuchs zwischen 16 und 19 Jahren.  Mit ihrem Jubiläum gehen die Spieler ganz unterschiedlich um. Für Verteidiger Welz wird es  “ ein Spiel wie jedes andere“, Mittelstürmer Bullnheimer findet die runde Zahl in erster Linie „cool“ und Angreifer Baur hält die Entwicklung schlicht und einfach für „krass“. Er kann sich noch gut an die erste Partie erinnern als er die Aufregung nur schwer bändigen konnte. „Es ist immer noch ein bisschen Nervenkitzel dabei, aber inzwischen gehe ich mit der Sache routinierter um.“

Baur und seine Kollegen sind seit frühester Kindheit Teamkollegen beim AEV. Sie waren noch gar nicht in der Schule, als sie ihre ersten Versuche im Eishockey machten. In einigen Monaten werden sie ihr Abitur machen. Die Schule sieht Welz dabei als Vorteil. „Eine Ausbildung und der Sport in diesem Umfang wären kaum unter einen Hut zu bringen.“ Wer von den dreien ist der beste Schüler? „Ganz klar, Tim“, versichert Baur lächelnd, „der kann alles besser.“

Die  endgültige Reifeprüfung im Eishockey steht noch bevor.  Wer würde nicht gerne Profi werden? AEV-Topscorer Tim Bullnheimer hat dieses Ziel fest im Blick. Der Diedorfer  war diese Saison bereits einige Male beim Panther-Kooperationspartner ERC Sonthofen im Einsatz. Der Unterschied zwischen DNL und Männer-Oberliga (dritthöchste Liga) ist erheblich. „Die Spieler sind routinierter, die Pässe kommen noch exakter auf den Schläger, doch man hat viel weniger Möglichkeiten einen freien Mitspieler zu finden, weil alles zugestellt wird“, hat Bullnheimer festgestellt.

Die Oberliga ist für die AEV-Spieler eine interessante Zusatzaufgabe. „Ich war erst ein paar Mal im Training da, gespielt habe ich für Sonthofen noch nicht“, erzählt Verteidiger Welz, der seine Eishockeybegeisterung vom Vater erbte. Die Familie stammt aus Karaganda in Kasachstan, Maximilian ist in Augsburg geboren und profitiert von den Kontakten seines Vaters. „Ich konnte schon einmal  bei Dynamo Moskau trainieren.“ Auch ein Wechsel in die Eishockey-Akademie nach Salzburg wäre möglich gewesen. Doch aus schulischen Gründen entschied er sich für den Verbleib beim AEV, mit dem er in dieser Saison aufhorchen ließ. Es war durchaus eine Überraschung, dass sich die Augsburger nach der ersten Saisonphase  für die Topgruppe der DNL  qualifizieren konnten.

In den ersten vier Partien dieser Runde gab es drei Niederlagen und einen Sieg gegen die Berliner Eisbären. An den Wochenendgegner Düsseldorf haben sie positive Erinnerungen. Die Augsburger gewannen die beiden Vorrundenpartien jeweils in der Verlängerung. „Aber die DEG spielt schnelles unangenehmes Eishockey“, haben sich die drei AEVler auf Schwerstarbeit eingestellt.

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