Donat Peter, Eishockeytalent fern der Heimat

Donat Peter
Der Ungar Donat Peter gehört zu den Aktivposten in der AEV-Jugend.

Wie ein Ungar
zum AEV kam

Donat Peter war erst 13 als er beschloss seine Eishockeykarriere in Deutschland fortzusetzen. „Ich wollte mich im Ausland beweisen“, sagt der Außenstürmer der AEV-Jugend.  Für Augsburg spielt der Ungar  erst die zweite Saison in der DNL, zuvor war er drei Jahre in Nürnberg am Puck. „Da ich da Verwandte habe, haben sie den EHC-Manager Martin Jiranek kontaktiert.“ Nach einem Probetraining durfte der junge Mann aus Budapest bleiben. Peter kam bei einer Gastfamilie unter. „Am Anfang konnte ich nur Bitte und Danke auf deutsch sagen, doch nach drei Monaten konnte ich mich schon ganz gut unterhalten. Meine Gastmutter sprach zwar ungarisch, hat mich aber immer dazu aufgefordert deutsch zu lernen.“

Auch im Eishockey machte Peter schnell Fortschritte. Er entwickelte sich zu einer prägenden Figur beim  EHC Nürnberg und trotzte auch den schwierigen Phasen als ihn das Heimweh plagte. „Jetzt ist das kein Problem mehr. Ich bin ja schon fast erwachsen. Nächstes Jahr werde ich 18.“ Der Ungar ist ehrgeizig, deshalb entschloss er sich 2016 zum Wechsel von Nürnberg nach Augsburg. Beim AEV kann er in der Eliteliga DNL spielen, an der Schule in Gersthofen will er nächstes Jahr seinen Abschluss machen.

Trainer Michael Bakos schätzt den Angreifer, der meistens in einer Reihe mit Trainersohn Timo und Nicolas Baur agiert. „Donat Peter ist pflegeleicht, spielt mannschaftsdienlich und verfügt auch über Scoringpotenzial.“ Bei den Auftaktpartien in der DNL-Hauptrunde gegen den EV Landshut war der Ungar mit vier Scorerpunkten bester Augsburger. Nach den Niederlagen gegen die Niederbayern hoffte der Nachwuchsstürmer auf bessere Resultate in den beiden Heimspielen gegen die Berliner Eisbären. „Wir haben uns in dieser Woche gut vorbereitet und können mit vier Reihen schnelles Eishockey spielen.“ In der Vorrunde hatte der AEV allerdings beide Partien gegen Berlin verloren.

Diesmal hatte Donat Peter seinen eigenen „Fan-Club“ auf der Tribüne. „Meine Familie kommt zu Besuch“, freute sich Peter auf seinen Vater und seinen Opa. Dessen Kochkünste (Gulasch, Schnitzel und Suppen) vermisst der AEV-Spieler fern der Heimat besonders. Die Zuschauer sahen am Samstag einen überraschenden 6:4-Erfolg der Augsburger. „Wir haben fast alle unsere Chancen genutzt“, freute sich Verteidiger David Farny über die Treffer von Adam Szücs (2), Tim Bullnheimer, Timo Bakos, Maximilian Welt und Nicolas Baur.  Allein drei Treffer fielen dabei in Überzahl.

Strafzeiten bekamen die Berliner auch am Sonntag in Hülle und Fülle, aber der AEV konnte diesen Vorteil nicht nutzen. „Wir waren nicht müde, aber so ist es eben: manchmal geht die Scheibe rein, manchmal nicht“, bedauerte Verteidiger David Farny nach dem 0:2.  „Wir hätten beide Spiele gewinnen können.“

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