Verrücktes Panther-Wochenende

In der Pantherkabine hat Trainer Mike Stewart die richtige Taktik gefunden. Sein Team besiegte die Berliner Eisbären mit 7:4.

Augsburg entzaubert
die Eisbären Berlin

Ein 7:4 gegen den DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin gelingt den Augsburger Panthern nicht alle Tage.  „Wir haben gegen eine gute Mannschaft sieben Tore erzielt, das war für unsere Fans eine geile Partie. Ich als Trainer werde mit der Mannschaft am Montag aber einige Dinge besprechen“, kündigte Trainer Mike Stewart an. Der Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten hat ihn nur bedingt zufriedengestellt.  „Am Freitag beim 1:3 in Iserlohn haben wir zehnmal besser gespielt, bei 45:19-Schüssen jedoch keine Belohnung bekommen.“

Am Sonntag vor knapp 5000 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion trafen die Panther mit ihren neuformierten Sturmreihen dagegen fast nach Belieben. Allein vier Tore gelangen den Augsburgern in Überzahl.  „Unsere Verteidiger standen zu weit weg von ihren Gegenspielern“, stellte Eisbären-Trainer Uwe Krupp ernüchtert fest.  Aus Augsburger Sicht war es Offensiv-Lehrfilm mit Schwächen im zweiten Drittel und Happy end. 0:1, 3:1, 4:4, 7:4 – die Erleichterung bei den Panthern mit den zweifachen Torschützen Drew LeBlanc, Trevor Parkes und T. J. Trevelyan war riesengroß. „Unsere Torjäger hatten zuvor eine Durststrecke“, war Trainer Stewart froh über das Ende der missglückten Schussübungen. „So ist eben Eishockey. Manchmal bringt man die Abpraller einfach nicht rein. Der Sieg gegen Berlin und meine beiden Treffer fühlen sich sehr gut an“, gibt Trevelyan zu. Der Kanadier spielt bereits seit 2011 für Augsburg und war bislang der große Panther-Pechvogel mit schweren Verletzung in fast jedem Jahr. „Im Moment bin ich gesund“, freut sich der Stürmer und erzählt stolz von seiner Familie mit zwei kleinen Kindern. Für zusätzliche  Betreuung wird demnächst gesorgt. „Am Mittwoch kommt meine Mutter und bleibt dann einen Monat“, erzählt T.J. auf deutsch. Strebt der Kanadier die deutsche Staatsangehörigkeit an? „Kein Kommentar“, hält sich der Angreifer mit Aussagen zurück.

Sein Trainer gibt sich zuversichtlich für die nächsten Spiele gegen die Spitzenmannschaften Nürnberg und München. „Unser Trend ist positiv, auch wenn wir in den vergangenen Partien einige Punkte liegenließen.“ In guter Form zeigte sich Torhüter Jonathan Boutin, der zurzeit besonders wertvoll für die Panther ist. Da Ben Meisner wegen einer Unterkörperverletzung (Eishockey-Fachjargon) vermutlich erst nach der Deutschland-Cup-Pause wieder einsatzbereit sein wird, saß gegen Berlin Ferdinand Dürr vom Oberliga-Kooperatiospartner Sonthofen auf der Bank. Im Training war am Wochenende auch DNL-Nachwuchsschlussmann Nicolas Hetzel im Einsatz. „Er hat über das ganze Gesicht gegrinst“, erzählt Trainer Stewart. Bei den Panthern herrschte am Wochenende gute Laune.

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