Kanute Aigner liebt es extrem

Aigner vor der WM
Kajakfahrer unter sich: Hannes Aigner (links) und Tobias Kargl.

Slalomfahrer macht
aus der Not eine Tugend

Hannes Aigner ist ein Wildwasserspezialist. Bei den olympischen Spielen 2012 in London gewann er die Bronzemedaille im Kajak-Einer, vier Jahre später in Rio de Janeiro war der Slalomfahrer auf Platz vier den Medaillenrängen wieder sehr nahe. In diesem Jahr lief es für den 28-jährigen Kajakfahrer allerdings nicht nach Wunsch. Bei der natio0nalen Qualifikation schaffte er nicht den Sprung ins deutsche WM-Team. Im Slalom muss der Sportsoldat zuschauen, auf einen Einsatz im französischen Pau (27. September bis 1. Oktober) muss der Mann vom Augsburger Kajakverein  dennoch nicht verzichten. Aigner nimmt an der Qualifikation im Extreme Slalom (Boatercross)  teil und will sich im Kampf gegen Stefan Hengst  (KR Hamm) den deutschen Startplatz sichern.

Bei den Weltcuprennen war der AKV-Fahrer sehr erfolgreich. „Es hat Spaß gemacht“, sagt der Paddler mit abgeschlossenem Hochschulstudium, lässt aber keinen Zweifel daran, dass er sich nächstes Jahr  weder im Slalom für die deutsche Nationalmannschaft qualifizieren will. „Ich bin hochmotiviert.“

Slalomspezialist Apel
Bundestrainer Thomas Apel

Das gilt auch für Alexander Grimm von den Augsburger Kanu Schwaben. Der 31-Jährige war 2008 der Held der deutschen Olympiamannschaft in Peking, als er ihr die erste Goldmedaille verschaffte- Neun Jahre später und nach einem erfolgreichen Maschinenbaustudium zieht es ihn immer noch ins  Kunststoffkajak. „Die Saison verlief in etwa so, wie man es erwarten konnte“, sagt sein Bundestrainer Thomas Apel, der ihn in China zum Olympiasieg geführt hatte.  „Auf Strecken, die er gut kennt, ist er ein Kandidat fürs Finale, auf den anderen macht er es für sich manchmal komplizierter als es sein müsste.“

Der Kurs in Frankreich mit seinem wuchtigen Wildwasser stellt höchste Anforderungen an die Kanuten, weiß der Bundestrainer. „Im oberen Teil ist die Strecke sehr schnell, dann folgen pulsierende Kehrwasser und wenn am Ende der Akku leer ist, kann der Fahrer schnell mal drei Sekunden Zeit verlieren.“

Die deutsche Mannschaft hat sich mit einigen Lehrgängen die Streckenkenntnis erarbeitet. „Das war allerdings das Minimum“, sagt Apel und hofft darauf, dass einer seiner drei Kajakfahrer den Bann brechen kann. Die letzte deutsche WM-Medaille in dieser Disziplin gewann nämlich der Augsburger Fabian Dörfler im Jahr 2007. Die besten Aussichten der Augsburger hat allerdings ein Canadierfahrer. Sideris Tasiadis gewann vor einigen Tagen zum zweiten Mal den Gesamtweltcup.

 

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